Operation Black Sky III – Virus 15.04.2016 powerd by Tam

Review Operation Black Sky 3 – VIRUS (April 2016)

 

Freitag, 15.04.2016. Nachdem die Taschen für das Wochenende das dritte Mal ein- und ausgepackt wurden, um wirklich sicher sein zu können, dass ich nichts vergessen habe,
sitze ich frühmorgens im Spaßmobil und mache mich auf den Weg nach Mahlwinkel. OBS3 steht an und die Vorfreude ist kaum noch auszuhalten.
Wir kommen weit vor offizieller Toröffnung gleichzeitig mit der Fraktion68 an und beziehen direkt unser luxuriöses Headquarter. Gefegter Holzdielenboden, fast vollständige Fenster und ein komplettes Dach sorgen für Überraschung. Beim Ausladen bekommen wir Hilfe von Camorra, die ebenfalls bereits eingetroffen sind. Wir richten uns häuslich ein, als plötzlich irgendwo im Equipment was zischt und raucht. Hektisch kontrolliere ich meine Tasche ( „können CO2 Kartuschen einfach so auslösen? -. WO ZUR HÖLLE KOMMT DER BLAUE RAUCH HER?!?!“) , öffne das zum Glück nicht abgeschlossene Seitenfach und hole die von spontan ausgelöste blaue Rauchgranate heraus. BLAU!! Das war ein verdammtes Zeichen… Nachdem sich der Nebel im Headquarter verzogen hatte, sich die Verluste nur auf Patches und eine angefackelte Maske beliefen (und eigentlich so ziemlich alles, was sich in der Tasche befand, einen blauen Touch bekommen hatte), konnten wir unsere Begrüßungsrunde in Ruhe fortsetzen.
Schnell füllte sich unser Schlafsaal, unsere Kommandozentrale verströmte den ersten Geruch nach frisch aufgebrühten Kaffee und so langsam entwickelte sich das Gefühl von TEAM.
Nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt waren, wir also unsere Seele mit Unterschrift auf dem Haftungsausschluss ordnungsgemäß verkauft hatten, wurde das erste Mal sammeln befohlen. Die Freiwillige Feuerwehr Bismark sorgte auf dem Sammelplatz für wirklich heiße Erbsensuppe mit Einlage, die ersten Fachgespräche wurden geführt und man sah den bekannten und neuen Gesichtern an, dass wir alle froh waren, wieder hier zu sein. Dann schon der erste Adrenalinkick des Events: Verletzter im HQ der Orga, Sani benötigt. Ich habe es ehrlich erst für einen Scherz gehalten, aber nee: da hat einer sein scharfes Messer direkt mal an sich selbst ausprobiert und wollte wohl wissen, ob Knochen wirklich weiß sind. Sind sie. Wenn man durch die ganzen Fleischschichten erstmal durch ist, kann man es tatsächlich sehen
Zum Glück waren wir auf dem Event gut aufgestellt mit einem professionellen Medic-Bereich samt ausgebildetem Sanitäter, sodass die Wunde rasch verbunden werden konnte und dem Einsatz des Spielers beim Event nichts mehr im Wege stand.

Um 20:00 folgte dann die erste Einweisung in das Event durch Martin Liepe. Wem bis jetzt nicht klar war, dass er das mit Disziplin und Härte wirklich ernst gemeint hatte, der bekam jetzt einen Eindruck davon. Gewohnt professionell erklärte er uns, dass auf Unpünktlichkeit, eingerissene Fussnägel oder sonstiges Mimimiii keine Rücksicht genommen werden würde- 24h Magfed waren angekündigt und mit diesen warmen Begrüßungsworten eingeleitet. Schaute man so in die Runde, sah man im Lichtschein der Strahler sah man in den rundum funkelnden Augen eine gesunde Portion von Wahnsinn. Mit einem Wort: Endlich wieder normale Menschen um mich!

Nachdem das Equipment aufgerödelt, ausgiebig getestet und nachgebessert war, wurde die Nacht eingeläutet, die Disziplin hergestellt, die lauten Gespräche eingestellt und gegen diverse Baumfällaktivitäten in der Horizontalen eingetauscht.

Samstag, Nullsechshundert war die Nachtruhe vorbei – es hiess raus aus den Federn, rein in die Uniform, Kaffee fassen und bereit machen für die erste Ansprache und Befehlsausgabe.
Unser FT7 Leader Philipp Thomann kam mit der guten Nachricht, dass wir uns direkt dran gewöhnen könnten, unsere Marschstiefel ausgiebig testen zu können- „Mit Euch geh ich bis ans Ende der Welt“ bekam eine ganz neue Bedeutung für die kommenden Stunden.

Missionsstart 10 Uhr, die Sanis bekommen ihre Rucksäcke ( Überraschung: ich finde einen neuen „Stein des Anstoßes“ als Ballast in selbigem Rucksack und muss dem vom letzten Event nicht mehr hinterhertrauern…), wir sammeln uns vor unserm HQ, endlich geht es los. FT7 verlegt vom ersten eingenommenen und gesicherten Gebäude in Richtung Heizhaus, es geht quer durch den Wald. Wir machen uns klein und hässlich auf dem Weg dorthin, schwärmen durch den Wald, den Markierer im Anschlag, den Blick durchs Visier gerichtet, immer auf der Suche nach einem Gegner von Team Blau oder dem Störtrupp der DDC. Ja, richtig gelesen- für beide Teams gab es nicht nur einen Gegner, sondern direkt mal zwei Parteien, die einem das Leben auf dem Feld so unangenehm wie möglich machen sollten. Hatte ja keiner gesagt, es würde einfach werden, was?!
Am Heizwerk angekommen, warten wir auf den angekündigten Artillerieschlag und die darauffolgende Nebelwand. Zwei, drei richtig laute Detonationen ( Feuerball, Junge!! ) erschüttern einen bis auf die Knochen, Rauch weht um das Gebäude – plötzlich fährt ein dunkler Van vor, Martin springt raus und brüllt nach einem Sani. Mein Team zeigt auf mich, aber ich hab nicht den Eindruck, er meint diese Art von Sani- richtig vermutet, es wird ein real life Sani angefordert und direkt vom Feld mit ins Auto genommen. Später erfahren wir, weshalb er angefordert wurde und dass es direkt zwei Totalausfälle in unserem FT gegeben hat, – der eine testet die Härte von Baumstämmen unter Einsatz der Nase, der andere checkt unterirdisch jeden Winkel des Feldes und hängt sich in jedes Loch so richtig rein. Gute Besserung auf diesem Wege, so hattet Ihr Euch das sicher nicht vorgestellt!

In der zweiten Mission wurden wir über das Feld geschickt, um Nachschub-Items zu sichern. Der Panzer konnte erobert werden und wir haben Upgrades für die Sanis, Munitionskarten und Reparaturkarten aufklären können. Jeder Sani hatte exakt 4 Binden im Rucksack, um seine Verletzten wieder ins Spielgeschehen holen zu können. Durch die gefundene Upgradekarte konnte die Anzahl der Binden auf 8 gesteigert werden. Riesenvorteil! Riesennachteil: jede Extrabinde war mit einer mitzuführenden Halbliterflasche Wasser als Extraballast für den Sani verbunden. Nicht nur für eine Mission allerdings: nee- das Extragewicht begleitete mich bis zum Ende des Events.

In Mission 3 mussten wir uns erneut zum Heizhaus durchschlagen, um die abgebrochene Funkverbindung durch Auffinden des Generators und Verbringen von 2 weiteren Gegenständen zum Marshal wieder herzustellen. Ein Höllentrip nahm seinen Lauf. In dem Gebäude gegnerische Kräfte, die wir zunächst ausschalten mussten, da sie natürlich genauso auf die Items scharf waren. Auf dem angrenzenden Dach Sniper, die uns die FS nur so um die Ohren gepfiffen haben. Immer wieder ein fieses Geräusch, wenn sie haarscharf an deinem Schädel vorbeizischen. Da kannst die Engel singen hören! Zu zweit stehen wir an der Häuserwand, kein Vorkommen- Rückzug nicht möglich. Zu unserem Glück rückt der von uns eingenommene Panzerwagen an und in seiner Deckung schaffen wir es, auf den Vorplatz zwischen Heizhaus und angrenzendem Gebäudekomplex zu kommen. Mitten auf dem Platz steht ein rot gekennzeichnetes Item, was ich unter Deckungsfeuer bergen kann und im angrenzenden Wäldchen unsern Leuten übergeben kann. Bei näherer Betrachtung ist es ein Pott mit Extramunition für den Panzer. Der Panzer zieht sich zurück, und wir stehen immer noch unter Feuer vom Sniper. Einen haben wir schon erwischt- aber der zweite hält sich tapfer. Im Gebäude stehen zwei weitere Items, die geborgen werden müssen- die Relais der Funkstation, ohne die wir die Funkverbindung nicht mehr aufbauen können. Ergo müssen diese Kisten hergeschleppt werden. Da hat der Sniper aber irgendwie was dagegen, wie es scheint- also sammeln sich gefühlte drölfzig Mann, die Sturmwölfe umlaufen das Gebäude von hinten, von vorne wird alles verschossen, was geht – und eine Kiste wird geborgen. Auf dem Weg zum Marshal brüllt es uns allerdings schon entgegen: 30 Kräfte BLAU verlegen gerade über die Strasse und machen uns Feuer unterm Arsch. Fazit für die Mission: zu lange gezögert, Mission verkackt.

Die nächste Misssion wird etwas ruhiger, wir müssen dem Doktor Inhaltsstoffe für ein Gegenmittel abliefern, den Doktor sichern und ihn anschliessend in unser HQ zum Zusammenmischen des Gegenmittels bringen. Es wird langsam dunkel draussen, wir sind im Gebäude und bewachen den Doktor. Ein anderes FT durchforstet in der Zwischenzeit ein weiter weg befindliches Gebäude auf der Suche nach den Zutaten für das Gegenmittel. Die Zeit wird langsam knapp und bedingt durch wenig Funkverbindung schicken wir einen von unserem Bewacherteam los, sich durchzuschlagen. Ihm gelingt es in atemberaubenden Tempo, quer über das Feld zum Gebäude zu kommen, es zu durchsuchen und tatsächlich noch ein Item sicherzustellen, bevor er kurz vor Ablauf der Zeit wieder zu uns stösst. ( Ich vermute Raketenantrieb oder Siebenmeilenstiefel- Hammer, der Typ!! ) Wir beschliessen, unsern Doktor nun über das Feld zum HQ zu bringen, da mit weiteren Items nicht mehr zu rechnen ist.

In Mission 5 gelingt es uns, den Konvoi mit dem von der DDC hergestellten Gegenmittel zu stoppen, alle Gegenmittel zu erobern und unter Beschuss ins HQ zu bringen.

Zu dieser Zeit hat unser FT Depotwache, es ist stockfinster, es regnet und wir lauschen auf jedes Geräusch, was zu uns dringt. Die letzten Stunden haben ihre Spuren hinterlassen, wir sind alle froh, nicht rennen zu müssen, es ein wenig ruhiger angehen lassen zu können – doch wir haben die Rechnung ohne die tschechische DDC gemacht. Kurz nach Einrichten unserer Wache fliegen uns die Flashbangs um die Ohren, wir werden unter Beschuss genommen und fordern über Funk Unterstützung an. Unglaublich, wie schnell man von „ich schlaf gleich ein“ zu „ALAAAAAAARM!! DEFENSE!!! DEEEEFENSE!!!” sein kann. Wir vereiteln den Angriff, unsere sichergestellten Items bleiben unangetastet und wir freuen uns, den Rest der Wache unbehelligt, dafür hellwach, zu verbringen. Unsere Ablösung erfolgt pünktlich und ich freu mich tierisch auf meine warme Angelliege und auf die angedachte Portion Schlaf nach mittlerweile ordentlicher Anzahl abgeleisteter Stunden auf Achse. Da legt man sich also hin ( wohlweislich schon ohne die Schuhe auszuziehen ), hat die Augen gerade zugemacht- da steht der General vor einem, tritt einen aus der Furzmulde und fordert einen an für die nächste Befehlsausgabe und Sondermission. Gut, Schlaf wird ja überbewertet, sind ja nicht zum Spaß hier- also raus aus den Federn, Kaffee ( Mischung wurde liebevoll „Altöl – Teerlunge“ genannt, 10 Tassen- 12 Löffel ) und Martin zugehört. In der Nähe von Gebäude 8 / Kommandantur befindet sich ein hochrangiger Informant der DDC, der den Aufenthalt des entführten Doktors kennt. Befehl lautet: Person Anschiessen. Heilen. Mitbringen. Aushorchen. Es ziehen also 15 – 20 Mann, bewaffnet bis an die Zähne, quer übers Feld, an der Orga vorbei ( habt Ihr echt aus dem HQ auf uns geschossen?!?! ) und in Richtung Ruinen vor Gebäude 8. Unter Beschuss von Snipern von Team BLAU und erheblicher Gegenwehr von DDC Kräften gelingt es uns, den Informanten aufzuspüren und zu unserm General zu führen. Kurz danach dringen markerschütternde Schreie aus dem HQ ( ich glaube, unser General hat Verhörtechniken angewandt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen können- harter Hund, dieser Liepe, harter Hund…) und wir haben unsere gewünschten Informationen.

In der letzten Mission rückt das komplette Team ROT in FT Stärke vor zu den Gebäudekomplexen, welche hinterher liebevoll „der Vorhof zur Hölle“ genannt werden sollten. Die Doktoren wurden von der DDC entführt und in den Gebäuden gefangen gehalten. Unser Auftrag lautet, Gebäude einnehmen, sichern, Doktoren befreien, Mission erfüllen. An der Umsetzung dessen sollten wir gegebenenfalls noch mal arbeiten Es war eine epische Farbschlacht unter Zuhilfenahme von Tonnen von Rauchbomben, kiloweise FS Munition und wer bis dahin noch Stimme hatte, sollte sie im letzten Gefecht verlieren. Die Sturmwölfe bildeten die erste Front, zu hören waren sie garantiert bis in Mahlwinkel Stadt, durch sie angefeuert gab das Team ROT nochmal alles. Neidlos anerkennen muss man allerdings, das Team BLAU sich hier richtig gut aufgestellt hat. Epischer Moment, als ich allein hinter einem Hügel mit meinem Sanirucksack und leergeschossener Knifte lag, den wirklich allerletzten vorhandenen Schuss aus meinem Magazin abgefeuert habe, daraufhin einen Treffer kassiert hab, aufstehe- und dann 48 Mann unter Führung von RS-OPS direkt vor mir aus dem Gras auftauchten…meine Fresse- neues Höschen, anyone?!

Der letzte Gang zum Orgagelände sollte der zur Siegerehrung werden. Vollständig angetreten, erwarteten uns bereits zwei gut gelaunte Generäle, die unter anhaltendem Applaus einige wohlverdiente Greatness Awards an herausragende Spieler verteilten. Unter anderem an einen Spieler von Team Blau , der allein 7 Mann von uns gefangengenommen hat. Respekt!
Team R.O.T. trug dieses Mal den Sieg davon mit wieder einmal knappen Ergebnis von 104 zu 95 Punkten – allein der Punkteabstand zeigt mal wieder, dass wir uns alle nix geschenkt haben und wahrlich würdige Gegner auf Augenhöhe waren.

DANKE an Team HIR79 und an B.I.W.A.K. Scenario, die wieder einmal alles gegeben haben, um wirklich jeden verdammten Mann auf dem Feld mit einem fetten Grinsen zurückzulassen. Ihr schafft es immer wieder, den Leuten ein Event der Extraklasse zu präsentieren. Irre war diesmal auch der Einsatz der Pyrotechniker- Euch ein mega Danke für die explosiven Mitbringsel, Ihr seid eine echte Bereicherung für OBS.
Der Feuerwehr Bismark DANKE für die Verpflegung am Freitagabend. Unsern Fotografen von der Sportknipserei Berlin und ID-pics ein riesen Dankeschön für Euren Einsatz, wir freuen uns jetzt schon auf die Bilder.
Auch Landgräfin Claudia an dieser Stelle Respekt gezollt: tolle Fotos aus blauer Sicht , dankeschön! Danke an den technischen Support von Milsig, den Maskenfetischisten für die endgeile Camobrille und allen anderen Anwesenden von der Orga und drumrum: RESPEKT! Ihr habt einen tollen Job gemacht!

Mein Fazit: so verausgabt, dass ich völlig am Ende gewesen bin, aber trotzdem sofort wieder loslegen würde, wenn der Einsatzbefehl kommt. Meinem FT7 sei gesagt: Ihr seid der HAMMER. Vollkommen verrückte zusammengewürfelte Meute, mit der ich in jede weitere Schlacht immer wieder mit Freuden ziehen werde! Unser Patch wird in Ehren gehalten und mit Stolz getragen! Bambus Fighter am Kackapult- EPISCH!

Apropos Patches: ich bin überwältigt, dass mir viele Teams ihre Patches ehrenhalber für meine Sammlung überreicht haben. Das ist wirklich eine Ehre für mich und ich freue mich über jedes Einzelne wie blöde! Zum Glück habe ich jetzt eine größere Wohnung, denn die Sammlung wächst stetig und will natürlich standesgemäß präsentiert werden. Fotos folgen!

So, kommen wir zu unserem General, Martin Liepe – eigentlich könnte ich ja immer copy & paste in meine Reviews machen, wenn es um Dich geht – aber was soll man auch anderes schreiben, wenn man eben unter dem besten General, den man kriegen kann, dienen darf. Keine Ahnung, wie Du es hinbekommst- aber für Dich verzichte auf Schlaf, Erholung, warmes Essen und ich vermisse es im Gefecht nicht mal. Ich denke, das spricht für sich.

Team R.O.T.: Ihr wart Bombe. Zusammenhalt, interne Organisation, Übernahme von Verantwortung, Teamgeist, Unterstützung- CHECK! Es war eine Ehre, Seite an Seite mit Euch ins Gefecht zu ziehen.
Team B.L.A.U. und DDC: endgeile Gegner, wahnsinnige fights, verrückte Missionen, irre Aktionen- alles richtig gemacht, würde ich sagen!

So. Wer sich den Roman tatsächlich wieder bis zum Ende angetan hat: Nach dem OBS ist VOR dem OBS: wir sehen uns alle also spätestens im Oktober wieder!

TamFarbkönigin

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